fbpx

„Wir wollen Vorreiter sein“

Event Direktorin Stephanie Baudler im Interview

Seit mehr als einem halben Jahr lenkt Sie die Geschicke in einer der wichtigsten Geschäftsbereiche der König-Pilsener-ARENA: Stephanie Baudler ist als Senior Director Events mit ihrem Team dafür verantwortlich, dass internationale Topstars und nationale Newcomer die Bühne der Oberhausener Multifunktionsarena betreten. Vor ihrem Engagement in Oberhausen war sie über viele Jahre für das Management von internationalen sowie nationalen Künstlern (z.B. Die Guano Apes) verantwortlich.

Im Interview mit koenig-pilsener-arena.de spricht sie über ihre ersten Monate in Oberhausen, den ,,Wechsel der Seiten“ und die Herausforderungen der nächsten Monate.

Frau Baudler, nach vielen Jahren im Künstlermanagement arbeiten Sie nun auf der anderen Seite des Schreibtisches. Was hat Sie an der Arbeit einer Veranstaltungsstätte gereizt?

Zunächst einmal hat mich die berufliche Veränderung gereizt. Auch wenn mir die letzten 10 Jahre beileibe nicht langweilig geworden sind, bedeutet ein beruflicher Wechsel natürlich auch ganz neue Aufgaben und Herausforderungen. Der Musikbranche bin ich ja weitgehend treu geblieben und kann daher weiterhin auf mein umfangreiches Netzwerk zurückgreifen, und auf „der anderen Seite der Theke“ habe ich Erfahrungen gesammelt, die nun auf dieser Seite durchaus nützlich sein können – es ist kein Nachteil, die Dinge von beiden Seiten aus betrachten zu können. Ich hoffe, damit dem tollen Team der König-Pilsener-ARENA neue Impulse geben zu können.

Sie haben viele Jahre in Düsseldorf gearbeitet- wie finden Sie sich mittlerweile im Ruhrgebiet zurecht?

Das Ruhrgebiet ist mir tatsächlich gar nicht neu, ich habe Freunde, Bekannte und ehemalige Kollegen hier, z.B. in Duisburg, Bochum oder Dortmund. Daher ist mir der manchmal etwas raue Charme und die Gradlinigkeit der Menschen nicht ganz unbekannt und ich schätze beides sehr!

Wie haben Sie die König-Pilsener-ARENA und das Ruhrgebiet in ihrer vorherigen Situation wahrgenommen?
Ich habe die König-Pilsener-ARENA natürlich schon sehr häufig besucht, sowohl privat von meinem langjährigen Wohnort Düsseldorf aus, als auch beruflich mit Künstlern, die ich im Management betreut habe. Die Arena war daher immer eine feste Größe für mich und ein zentraler Punkt des Ruhrgebiets – ich war tatsächlich über die Jahre viel öfter hier als in den vergleichbaren Häusern der Gegend.

Sie sind nun seit knapp einem halben Jahr in der ARENA verantwortlich- womit haben Sie sich in dieser Zeit besonders beschäftigt?
Natürlich ist das Arbeiten in einer Arena erstmal etwas ganz Anderes als das, was ich zuvor gemacht habe. Daher ist allein das Einfinden in die Standardvorgänge nichts, was man in einigen Wochen abhaken kann. Das erfahrene und motivierte Team hilft mir dabei aber sehr und hält mir gleichzeitig den Rücken frei für besondere Projekte. Besonders beschäftigt meine Kollegen und mich seit meinem Eintritt in Oberhausen das Thema der veränderten Sicherheitslage und unser Umgang damit. SMG betreibt auch die Manchester Arena, wo im Mai 2017 ein Anschlag verübt wurde. Dies hat natürlich direkte Auswirkungen auf die Sicherheitsvorkehrungen in den anderen von SMG betriebenen Arenen, denn die Sicherheit unserer Gäste ist natürlich unser erstes Anliegen! SMG hat daher Anfang des Jahres die neue Stelle eines Security Direktors für die europäischen Arenen geschaffen und besetzt mit einem sehr erfahrenen Kollegen, der uns in diesen Fragen berät und zur Seite steht.

80% der Arbeit findet am Schreibtisch statt: Event Direktorin Stephanie Baudler in ihrem Büro
80% der Arbeit findet am Schreibtisch statt: Event Direktorin Stephanie Baudler in ihrem Büro

Gibt es hierbei Änderungen für die Besucher der ARENA?
Für den Besucher direkt spürbar sind sicher hauptsächlich die im Dezember eingeführten Personenkontrollen mit Metalldetektoren und die Kontrolle aller in die Arena mitgebrachten Taschen. Wir sind hier durchaus auf Verständnis unserer Gäste gestoßen, dennoch bleibt es eine große Herausforderung, die erhöhte Sicherheit für unsere Gäste in Einklang zu bringen mit dem vom Gast erlebten Service und der Kundenfreundlichkeit. Wir bemühen uns, diese Herkulesaufgabe zu meistern, und unseren Besuchern die Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar zu machen: Warum z.B. erlauben wir nur noch Taschen in der Arena mit einer Größe von max. DINA4? Die Antwort ist, dass eine kleine Tasche sehr viel schneller überprüft werden kann als z.B. eine große mit vielen Fächern! So gewährleisten wir nicht nur, dass keine gefährlichen Gegenstände in die Arena gebracht werden können, sondern halten gleichzeitig die Verzögerungen am Einlass gering, so dass jeder Besucher zu Showbeginn auf seinem Platz sitzt und mit gutem Gefühl einen schönen Abend genießen kann.

Welche besonderen Herausforderungen gibt es dabei?

Wir können die Gründe für unsere Maßnahmen leider an Veranstaltungstagen nicht jedem Besucher einzeln erklären. Umso wichtiger ist es, dass wir bereits vorab alle möglichen Kommunikationskanäle nutzen, um wichtige Informationen zu den Gästen zu bringen.

Daher arbeiten wir aktuell vor und nach jeder Veranstaltung auf, wo es noch „hakt“ und wo wir noch besser werden können. Wie funktioniert die Umsetzung der Maßnahmen? Erreichen unsere Informationen die Besucher rechtzeitig? Sind sie eindeutig und verständlich? Welche weiteren Kanäle könnten wir noch nutzen?

Das wird auch kein Projekt sein, welches man nach einigen Monaten als abgeschlossen betrachten kann. Wir werden hier stetig analysieren und ggf. nachbessern müssen. Wir hoffen hier auf das Verständnis unserer Gäste und glauben, dass SMG damit Vorreiter sein kann für die Arenasicherheit in Deutschland.

Sind Sie mit der aktuellen Buchungssituation zufrieden? Wie sehen Sie hier die Entwicklung?
Die Buchungslage stellt sich für für 2018 erfreulich dar, und auch für 2019 lässt es sich sehr gut an. Wir freuen uns sehr, dass die Veranstalter unser Haus nach wie vor schätzen, und wir durch unseren Service und unsere Expertise überzeugen können. Eine stetige Herausforderung ist es natürlich, eine Arena modern und auf dem aktuellsten Stand zu halten. In den letzten Jahren wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, in diesem Jahr konnten wir unsere Künstlergarderoben komplett modernisieren, und wir hoffen, unseren Besuchern noch in diesem Jahr ein öffentliches WLAN zur Verfügung stellen zu können. Außerdem hoffen wir, mit unseren erhöhten Sicherheitsstandards bei Besuchern wie Veranstaltern punkten zu können.
All dies bedeutet natürlich hohe Investitionen, wir glauben aber, dass Besucher, Künstler und Veranstalter es zu schätzen wissen, dass wir top Bedingungen für gelungene Events bieten.

teaser_sicherheit_290x290
Seit 2017 das neue Führungstrio in Oberhausen: Henrik Häcker (General Manager), Stephanie Baudler (Director Events), Stephan Ulm (Stellv. Geschäftsleiter)
Seit 2017 das neue Führungstrio in Oberhausen: Henrik Häcker (General Manager), Stephanie Baudler (Director Events), Stephan Ulm (Stellv. Geschäftsleiter)

Neueste Beiträge

Be First to Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Send this to a friend